Er nannte mich nutzlose Last, warf uns raus, diese Demütigung wurde meine stärkste Waffe

„Ich habe keinen Platz für Kranke.“

Dieser Satz riss mich innerlich auseinander, während ich den glühend heißen Körper meines Sohnes in den Armen hielt. Der Novemberwind peitschte durch die Wohnanlage von Pozuelo de Alarcón am Stadtrand von Madrid und schleuderte eisigen Regen gegen die makellosen Fassaden der Luxusvillen. Die Kälte war nichts im Vergleich zu dem, was ich in diesem Moment fühlte.

Mein Name ist Ana Rivas, und drei Jahre lang glaubte ich, mit einem erfolgreichen, eleganten, angesehenen Mann verheiratet zu sein. In jener Nacht entdeckte ich, dass Daniel Cortés, mein Ehemann, alles andere als menschlich war.

Mein Baby Leo war gerade einmal drei Monate alt. Er atmete schwer, ein schwaches, feuchtes Geräusch, das meine Seele erzittern ließ. Stunden zuvor war der pädiatrische Kardiologe im Krankenhaus La Paz eindeutig gewesen:

„Die Herzklappe versagt. Wenn wir nicht innerhalb von 48 Stunden operieren und die Vorauszahlung von 45.000 Euro noch heute eingeht, wird der Schaden irreversibel sein.“

Mit der letzten Kraft, die mir geblieben war, hämmerte ich gegen die massive Holztür.

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